Interior // 5 Tipps für mehr hygge in der Küche + Kitchen Tour

Immer wieder bekomme ich vor allem auf meinem Instagram Profil und per Nachricht noch mehr Fragen zu unserer Küche: Woher ist eure Küche? Seid ihr denn mit der Holzarbeitsplatte zufrieden? Wie pflegt man sowas eigentlich? Sind weiße subway tiles kinderfreundlich? Wo versteckt ihr denn eure ganzen Sachen so ganz ohne Oberschränke? Woher wir was haben, was das wichtigste bei der Küchenplanung für uns war und meine 5 Tipps, wie ihr das ganze Jahr über mehr „hygge“ in eure Küche bringt – das verrate ich euch heute. Dazu gibt es jede Menge Fotos von unserem Lieblingsraum.

Die Küche ist das Herzstück der Familie – das trifft auf uns zu 100 % zu. Nicht nur koche und backe ich selbst wahnsinnig gerne, auch meine Kinder sind schon, seit sie ganz winzig sind, gerne in der Küche mit dabei. Es ist also nicht verwunderlich, dass dieser Raum am meisten Planungszeit und Tüftelei im Vorfeld unseres Umzugs vor etwa einem Jahr in Anspruch genommen hat. Am wichtigsten war mir, den vorhandenen Platz bestmöglich zu nutzen, sprich, Form und Funktion möglichst perfekt zu kombinieren. Wenn man gerne und viel in der Küche arbeitet, müssen die Wege kurz und die Schränke gut organisiert sein. Planung ist hier das A und O, von der durchdachten Anordnung der einzelnen Schränke, über die Inneneinrichtung bis hin zu Grundsatzfragen wie „Oberschränke ja oder nein?“. Da ich von vornherein eine sehr klare Vorstellung hatte, was ich in meiner Küche unbedingt haben wollte, wenn es möglich ist, und worauf ich auf jeden Fall verzichten will, waren viele Entscheidungen schnell gefallen. Schon bei der ersten Besichtigung unserer Wohnung war mir klar: Das ist es. Perfekt. Vorhandene Möbel, die bestehende Küche – alles wurde ausgeblendet, denn vor meinem geistigen Auge sah ich nur weiße Wände, eine blanke Leinwand, die völlig neu befüllt werden durfte. Die Küchenplanung habe ich selbst übernommen und wie schon bei unserer vorherigen Küche über den Ikea Küchenplaner realisert. Nun aber zu den Fragen, die mir vor allem auf meinem Instagram Account und per Nachrichten am häufigsten gestellt wurden. Auf geht’s!

Wie zufrieden seid ihr denn mit der Holzarbeitsplatte?

Wie schon in unserer vorigen Küche haben wir uns auch dieses Mal wieder für eine Vollholzarbeitsplatte entschieden und bereuen es bis heute nicht. In unserer alten Wohnung haben wir sieben Jahre gewohnt und somit auch sieben Jahre Erfahrung mit Holz als Arbeitsplattenmaterial gemacht. Eines gleich vorweg und weil ich das unheimlich oft gefragt werde: Ja, man muss sich um eine Holzplatte etwas mehr kümmern als um andere Oberflächen. Das heißt in unserem Fall: 2 x pro Jahr ölen und ansonsten darauf achten, dass keine Wasserflecken stehen bleiben. Wem das zu aufwändig ist, für den ist eine andere Arbeitsplatte sicherlich die bessere Wahl. Uns hat das allerdings noch nie gestört und wir mögen Holz einfach total gerne. Es verleiht dem ansonsten sehr hellen Raum viel Wärme und Natürlichkeit. Das passt zu uns.

Du hast ja gar keine Oberschränke in deiner Küche! Reicht dir denn der Platz aus für all das Geschirr, die Gläser?

Nachdem wir die bestehende Küche entfernt und alles weiß gestrichen hatten, die neue Küche aufgebaut war (wir haben sie vom Ikea Montageteam aufbauen lassen und würden es immer wieder genauso machen), haben wir nur noch die offenen Regale selbst montiert. Wir haben uns sehr bewusst gegen Hängeschränke an den Wänden entschieden. Ich persönlich finde es nur in manchen Fällen schön, oftmals machen diese Oberschränke Räume kleiner, enger und gedrückter. Das ist natürlich nicht immer möglich. Wenn es nicht anders geht, der Platz nicht gegeben ist oder man nicht verzichten kann, würde ich mich für helle Oberschränke entscheiden und diese nicht zu weit unten anbringen, damit man beim kochen nicht so „erdrückt“ wird. In unserem Fall besteht die Küche aus zwei gegenüberliegenden Zeilen und einer Halbinsel. An der einen Wandzeile habe ich mich für hohe Schränke entschieden, die alle die gleiche Höhe haben. Das verleiht Ruhe und wirkt aufgeräumter.  Es war mir wichtig, schon bei der Küchenplanung genaue Vorstellungen zu haben, was ich besitze und wo es idealerweise untergebracht werden sollte. Auf dieser Wandseite befinden sich auch Kühlschrank und Backofen – dieser in Augenhöhe zum Rückenschonen (ich werde ja auch nicht jünger, hihi). Darüber hinaus sind auf dieser Seite alle unsere Vorräte untergebracht. Ein großer Vorratsschrank (wir haben keine Speisekammer) mit Schubladen und Regalböden beherbergt alles von Trockenvorräten über Dosenmais bis zu den Backmitteln, Müslis, Brot und darunter noch Aufbewahrungsbehälter und unsere Jausenlade mit Brotzeitdosen, Trinkflaschen, To Go-Bechern und dergleichen. Ich finde generell Auszüge praktischer als Regalböden – gerade bei sehr tiefen Schränken. Meine Vorräte bewahre ich gerne übersichtlich in Gläsern bzw. Boxen mit transparentem Deckel auf. So habe ich immer im Blick, wenn etwas nachgekauft werden muss. Neben dem Vorratsschrank sind Kühlschrank und Backofen untergebracht. Über dem Backofen habe ich einen kompletten Schrank mit Backformen, Blechen, Küchenmaschinen-Zubehör, Blender etc. untergebracht, darunter weitere Bleche, Muffinsformen und eine weitere Lade für alle meine Backschüsseln und -utensilien eingeplant. Daneben haben wir noch einen schmäleren Schrank mit Gewürzschublade, weiteren Schubladen mit Essigen, Ölen, Zwiebeln sowie einer Nasch- und Knabberlade für die Kinder und einer Snacklade mit Müsliriegeln und dergleichen für Jause & Co. Weil auch diese Frage sehr oft gestellt wird – unsere Kaffeemaschine ist übrigens eine Gastroback Advanced Pro G. Eine ganz tolle Siebträgermaschine, die wir nicht mehr hergeben würden!

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Ihr habt ja eine Halbinsel in der Küche. Habt ihr einen Dreheckschrank drunter? Ist sowas denn praktisch oder gibt es alternative Lösungen?

Auf der gegenüberliegenden Wandseite befinden sich nur Unterschränke und eben die offenen Wandregale. In den Unterschränken verstauen wir alle unsere Gläser, Teller, Schüsseln, Töpfe, Pfannen etc. Anders als in unserer letzten Wohnung haben wir uns dieses Mal nicht mehr für einen Karusell-Drehschrank in der Ecke unter der Kücheninsel entschieden. Stattdessen haben wir auf der Rückseite – der Esstischseite der Küche zwei 37 cm tiefe Schränke für Weingläser etc., Besteck & Co. eingeplant und daneben einen 60 cm tiefen Schrank, der die volle Tiefe der Ecke mit Schubladen auszutzt. Hierin verstauen wir Dinge, die wir nicht täglich verwenden, wie Servierplatten, Partyzubehör, Deko etc. Auf diese Weise haben wir die „tote Ecke“ der Halbinsel für uns perfekt genutzt ohne Platz zu verschwenden.

Was sind das denn für weiße Fliesen an der Wand? Sind die weißen Fugen denn empfindlich?

An der offenen Küchenwand haben wir uns für Subway Tiles – sogenannte Metrofliesen – entschieden. Weil so viele Fragen hierzu kommen und oft ganz genau nachgefragt wird: Die Fliesen sind von Fliesen Wegel in Linz. Wir haben sie dort bestellt und auch von der Firma legen lassen. Verfugt wurde weiß – ich habe es bisher nicht bereut. Spritzer wische ich immer sofort weg, somit bleiben auch keine Flecken. Die Fliesen an sich sind sehr pflegeleicht und unempfindlich. Perfekt.

So, das waren einige der am häufigsten gestellten Fragen zu unserer Küche. Zum Schluss gibts noch ein paar Tipps, wie ihr eurer Küche ein bisschen mehr „hygge“ verleihen könnt.

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Tipp Nr. 1 für mehr hygge: Holz mit weiß.

Holzelemente sorgen vor allem in der Kombination mit weiß für natürlich, schlichte Gemütlichkeit ohne aufdringlich zu wirken. Dafür muss man nicht gleich die gesamte Küche renovieren! Ein paar schone neue Holzschneidebretter in verschiedenen Größen, ein paar einfache weiße Kaffeetassen oder schlichte weiße Vasen machen schon ganz viel her.

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Tipp Nr.2 für mehr hygge: Pflanzen!

Es klingt so unheimlich einfach, aber Pflanzen machen die Küche wirklich gemütlich und lebendig. Egal ob Lieblingskräuter in hübschen Töpfen oder ein paar hübsche Blümchen und Topfplanzen – mit ein wenig Grün wird jede Küche freundlicher. Ich kaufe z.B. auch gerne ganze Blumensträuße und teile diese dann auf viele kleinere Vasen auf. Die einzelnen Blumen verteile ich dann auf Fensterbrettern, Tischen, Regalen etc. Das spart Geld und ist oft auch viel hübscher als ein ganzer Strauß.

Tipp Nr. 3 für mehr hygge: Textilien und Farbkonzept

Seht euch mal eure Küche genau an. Welche Farben sind vorherrschend? Es macht wahnsinnig viel aus, wenn Küchentextilien wie Geschirrtücher, Schürzen, Topflappen etc. aus der selben Farbfamilie kommen. Ähnliche Farbtöne kombiniert vielleicht in unterschiedlichen Texturen – das bringt Ruhe ins Gesamtkonzept.

Tipp Nr. 4 für mehr hygge: Lass die Kinder rein!

Kinder machen aus der Küche ein Schlachtfeld? Stimmt. Aber schiebt den Gedanken mal beiseite, denn das Schlachtfeld könnt ihr später wieder sauber machen. Mit den Kindern gemeinsam zu backen, zu kochen, ihnen kleine Aufgaben zu geben und in ihre stolzen Augen zu blicken – diese Momente sind unbezahlbar und machen eure Küche zu einem Raum, in dem gelebt wird!

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Tipp Nr. 5 für mehr hygge: Arbeite mit dem, was du hast.

Dieser Tipp betrifft besonders alle, die bereits eine Küche haben, nicht neu planen und trotzdem ein hübsches, gemütliches Umfeld schaffen wollen. Wir lassen uns alle gerne von Hochglanzmagazinen in eine kleine Traumwelt entführen. Aber nicht jeder Trend passt zu jedem Zuhause und viel wichtiger: es muss einem selbst gefallen, ohne dass man Wände einreißen oder die gesamte Einrichtung rausschmeißen muss. Wer kann sich das schon leisten? Wer will sich das schon leisten? Oft reicht es aus, die Schränke mal auszuräumen, auszumisten, die Küchenarbeitsflächen frei zu machen und zu entrümpeln, eine Obstschale und ein paar frische Blumen aufzustellen, um der Küche wieder etwas Luft einzuhauchen.

Noch mehr Fragen? Hinterlasst mir einfach einen Kommentar unter diesem Beitrag!

 

 

5 Comments

  1. Birgit 17. September 2017

    Hey Lilly!
    Ja, ich schon wieder 😉 wollt dich fragen, wo man diese hübschen Eukalyptuszweige bekommt?
    Vielen Dank! GLg, Birgit
    Ps. Tolle Küche 👍

    Antworten
    • Lilly // stilles bunt 17. September 2017

      Liebe Birgit!

      Du kannst gerne jeden Tag vorbeischauen! 😉Danke dir für deine Treue hier. Die Zweige kaufe ich in der Blumenhandlung. Einfach mal fragen! Oft kann man die auch bestellen.

      Lieben Gruß,
      Lilly

      Antworten
      • Birgit 17. September 2017

        Vielen Dank 😀

        Antworten
  2. Jenny 29. September 2017

    Hallöchen, ich mag eure Küche sehr gerne. Was mich aber noch interessieren würde, welches Modell von Kitchenaid du hast und wie du damit zufrieden bist?
    Danke dir vorab.

    Antworten
    • Lilly // stilles bunt 30. September 2017

      Liebe Jenny,

      vielen Dank! Wir haben die Kitchen Aid Artisan und ich würde sie nicht mehr hergeben. Eine ganz tolle Maschine.

      Lieben Gruß
      Lilly

      Antworten

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