FOOD // Guglhupf mit Kindheitserinnerungen

Kennt ihr das auch? Manche Gerüche, gewisse Situationen oder ein ganz bestimmter Geschmack reicht oft aus und blitzschnell werden Kindheitserinnerungen geweckt. Ganz oft verbinden wir Gerichte mit diesem wohligen Gefühl von Zuhause, das in unserer Kindheit völlig selbstverständlich war.  Eine Hand voll Speisen sind auch bei mir unmittelbare kleine Zeitkapseln, die mich mit diesem wohligen Gefühl füllen. Mamas Fleckerspeise, der Zwetschkenfleck mit Früchten unseres hundert Jahre alten Zwetschkenbaumes oder der Marmorguglhupf, den es manchmal am Wochenende gab. Keine Haute Cuisine, kein Schnickschnack – ganz einfache Gerichte, die gerade deshalb so unheimlich besonders sind und einfach gut schmecken. Den Guglhupf mit Kindheitserinnerungen backe ich heute auch für meine Familie gerne am Wochenende und heute zeige ich euch mein Rezept.

 

REZEPT // Marmorguglhupf – klassisch einfach

  • 200 g Butter
  • 200 g Staubzucker
  • 4 Eier
  • 230 g Mehl (glatt)
  • 1 TL Backpulver
  • eventuell etwas Milch
  • 20 g Kakaopulver (Backkakao)
  • 1 Tl Vanillezucker
  • Prise Salz
  • etwas Butter und Mehl für die Form
  1. Ein Teelöffel Butter im Backofen schmelzen. Die Guglhupfform mit der geschmolzenen Butter auspinseln und mit etwas Mehl stauben. Beiseite stellen.
  2. Die Butter mit dem Staub-, dem Vanillezucker und einer Prise Salz verrühren, bis die Masse fast weiß und schön schaumig geworden ist. Eidotter nach und nach einrühren.
  3. Damit der Kuchen schön locker wird, die Eiklar steif schlagen und dann unter die Masse rühren. Tipp: Ob der Eischnee steif genug ist, findet ihr ganz leicht heraus. einfach mit einem scharfen Messer „hineinschneiden“ bleibt ein Schnitt sichtbar zurück und auf dem Messer fast nichts mehr, dann ist der Schnee steif genug.
  4. Das Mehl mit dem Backpulver vermischen und dann langsam unter die Teigmasse mischen. Sollte der Teig zu fest sein, etwas Milch unterrühren.
  5. Je nachdem, wie viel Schokoanteil ihr mögt, die Hälfte oder nur ein Drittel der Masse mit dem Kakao verrühren. Den restlichen hellen Teig zuerst in die Form geben, dann den Kakaoteil darauf verteilen. Mit einer Gabel oder einem Holzstäbchen durch die beiden Teige ziehen – eine „Acht“ – so entsteht das Marmormuster.
  6. Den Kuchen im vorgeheizten Backrohr bei 180 °C ca. 1 Stunde backen.
  7. Den fertigen Kuchen kurz in der Form stehen lassen und dann herausstürzen. Wenn er ausgekühlt ist, mit Staubzucker bestreuen. Fertig!

Am besten schmeckt der Guglhupf natürlich noch lauwarm zum Sonntagskaffee. Als ich noch ein Kind war, haben wir es geliebt, den Guglhupf am nächsten Morgen zum Frühstück zu vernaschen. Ein Stückchen in den Kakao „eintunken“ – lecker! Wer mir auf Instagram folgt, hat unseren Sonntagskuchen ja schon gesehen. Ich muss sagen, mir läuft jetzt schon wieder das Wasser im Mund zusammen, wenn ich daran denke. Übrigens lassen sich auch die tollsten Variationen mit dem Marmorguglhupf anstellen: Etwas Zimt schmeckt zum Beispiel auch sehr fein und verleiht dem Kuchen gleich eine herbstliche oder gar weihnachtliche Note.

So wie dieser Guglhupf gibt es auch einige andere Gerichte, die mich sofort in meine Kindheit katapultieren. Wenn ihr Lust habt, gibt es hier auf dem Blog bald mehr von meinen Lieblingsgerichten. So, jetzt seid aber ihr dran: Verratet ihr mir, welche Lieblingsgerichte euch an eure Kindheit erinnern?

2 Comments

  1. Olga 21. Oktober 2017

    Bei mir sind es Pfannkuchen,die erinnern mich an die Zeit,die wir als Kinder bei meinen Großeltern verbrachten.

    Antworten
    • Lilly // stilles bunt 21. Oktober 2017

      Liebe Olga,

      Oh ja, das kann ich mir gut vorstellen. Pfannkuchen oder hier bei uns Palatschinken sind auch so eine große Kindheitserinnerung. Meine Kinder lieben Palatschinken.

      Liebe Grüße
      Lilly

      Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.