MOMLIFE // 5 GRÜNDE, WARUM MINIMALISMUS DEINEN MAMA-ALLTAG ERLEICHTERN WIRD.

So erleichtert Minimalismus Mama Alltag

Was Minimalismus mit Müttern zu tun hat? Dazu komme ich gleich. Erstmal ein kleiner Blick in einen typischen Alltagsablauf von uns Eltern. Jeden Tag im Hamsterrad gefangen. Ständig im Wettlauf gegen Zeit und Stress. Knallvolle Tage und abends das totale Chaos zu Hause. Glaubt mir, das kenne ich nur zu gut. Es gibt leider gewisse Fixpunkte in unserem Leben, bestimmte äußere vorgegebene Strukturen, die wir nur schwer  beeinflussen können.  Wie wir damit umgehen, aber zum Glück sehr wohl. Wenn ihr auch das Gefühl habt, dass euer Alltag strukturierter sein könnte und ihr eure Zeit gerne effizienter nutzen würdet, ist dieser Blogpost genau richtig für euch. 5 Gründe, warum Minimalismus euren Mama-Alltag erleichtern kann – darum geht es heute.

Mehr Zeug, mehr Glück? So funktioniert die ganze Geschichte nicht. Oft erdrückt uns unser Besitz regelrecht, ohne dass wir es merken. Und gleich mal vorneweg: natürlich liebe ich shopping genauso wie andere Frauen auch und ich gönne mir gerne ab und zu etwas Hübsches.  Allerdings habe ich für mich einfach entdeckt, dass  es irrsinnig befreiend ist, sich von Dingen zu lösen, die man schlichtweg A nicht braucht oder die einem B eigentlich gar keine Freude bereiten oder Nutzen haben. Ihr kennt das bestimmt auch: besonders mit Kindern sammelt sich wahnsinnig viel Kram an, den eigentlich kein Mensch braucht, der aber trotzdem Platz belegt. Minimalismus mit Kindern ist bestimmt nicht einfach, geht auch nicht von heute auf morgen aber der Grundgedanke kann schon unglaublich viel bewirken.

Minimalismus? Weiße kahle Wände und alles kühl, clean leblos?

Ihr denkt, Minimalismus sei kühl, clean und nichts für euch? Dann habt ihr eventuell ein falsches Bild davon. Denn es geht schlichtweg wirklich darum, sich von Dingen zu befreien, die einen im Grunde mehr belasten als nutzen oder Freude machen. Wenn ich von Minimalismus spreche, heißt das also nicht, dass bei euch nichts mehr auf dem Tisch stehen darf und ihr eure geliebte Büchersammlung aufgeben müsst – oh nein! Was euch wirklich lieb und teuer ist, hat auch eine Platz in eurem Zuhause verdient. Egal ob es die Nagellacksammlung oder das Bücherregal ist. Das heißt auch, dass es egal ist, ob ihr skandinavisch modern, im Landhausstil oder knallbunt wohnt. Ich spreche von sehr praktisch gedachtem und auch individuellem Minimalismus für Mütter, die sich das Leben etwas einfacher machen möchten. Seit einiger Zeit versuche ich, dieses Konzept in mein Leben und in unser Familienleben zu integrieren und heute möchte ich meine Erfahrungen mit euch teilen.

5 Gründe, warum Minimalismus euren Mama-Alltag vereinfachen und ein Stück entschleunigen kann

1. Weniger Zeug – mehr Zeit

Das ist doch gleich zu Beginn schon mal eine komplette Win-Win Geschichte oder? Wer weniger Kram hat, der aufgeräumt werden muss, gewartet und gepflegt werden muss, hat einfach mehr Zeit für andere Dinge. Das Leben zum Beispiel. Die Kinder. Die Beziehung. Weniger Zeug  aber auch weniger Kram im Kopf – das ist so befreiend.

2. Weniger putzen

Zugegeben, ich putze nicht grad ungern, aber im Alltagsstress ist putzen und aufräumen nicht meine Lieblingsbeschäftigung. Seht es mal so: weniger Zeug = weniger Dinge, die ihr putzen müsst. Weniger Wäsche – das ist doch wirklich mal eine Riesenmotivation, um den Kleiderschrank auszumisten oder? Weniger Schnickschnack, der abgestaubt werden muss.

3. Spontaner Besuch ohne Panikattacken

Kennt ihr das? Die Verwandschaft / Nachbarin / Bekannte kündigt sich spontan zum Besuch an und zu Hause herrscht das pure Chaos. Schweißperlen auf der Stirn, panikartiges Aufräumen im Speedverfahren. Oh ja glaubt mir, ich kenne das gut. Seit ich Minimalismus in alle möglichen Bereiche meines Lebens einbaue, haben sich diese Spontan-Besuch-Scheißattacken deutlich verringert. Mittlerweile ist unser zu Hause immer  in einem gewissen Grundordnungszustand und ich habe eigentlich nur noch ein paar Handgriffe zu erledigen, wenn spontan Besuch kommt.

4. Bewusstere Entscheidungen

Minimalismus hat einen riesigen Effekt auf das Entscheidungsfindungssystem, finde ich. Denn wenn ich weiß, ich brauche eigentlich keinen zweiten grauen Sweater, mein Sweater ist noch völlig okay, schön und gepflegt. Dann fällt die Entscheidung leicht, ihn nicht zu kaufen, auch wenn er noch so schick designt ist. Alternative für schwere schockverliebt Momente, die auch nach zweimal drüber schlafen noch anhalten: den einen Sweater spenden/verschenken, das neue Lieblingsteil kaufen und Freude dran haben.

5. Mama hat Zeit, zu spielen.

Ich will eine Mama sein, die Zeit hat, mit ihren Kindern zu spielen. Eine Mama, die sich nicht von „ja gleich“ zu „jetzt nicht, später vielleicht“ hangelt. Das gelingt aber nur, wenn nicht ständig drölfzig Dinge zu erledigen sind. Minimalismus heißt in meinem Verständnis nicht nur, weniger Zeug zu haben, weniger Wäsche, die gemacht werden muss, sondern auch im Kopf Platz zu schaffen für wichtige Dinge. Glaubt mir, ich bin auch noch lange nicht da, wo ich sein will, aber immerhin schaffe ich es mittlerweile schon oft, mir meine kleinen Freiräume im Kopf zu schaffen, um zu spielen, zu lesen und mit meinen Kindern Erlebnisse zu sammeln, sie bewusster beim Großwerden zu begleiten. Da ich anderen Aufgaben ihren eigenen Platz und ihre eigenen Prioritäten zuteile, mich von Aufgaben befreie, die nicht nötig sind.

Meine Erfahrungen mit Minimalismus im Mama-Alltag sind bisher wirklich positiv und ich kann es nur jedem empfehlen, der sich überrannt, gestresst und überfordert fühlt. Kein Allheilmittel, keine Wunderdroge, aber ein Hilfsmittel auf dem Weg zu mehr Freiheit im Kopf, mehr Zeit und weniger Stress.

Jetzt bin ich aber neugierig: habt ihr schon Erfahrungen mit dem minimalistischen Lebensstil im Mamaalltag gesammelt? Würden euch meine Tipps interessieren, wie ihr das Konzept einfach schrittweise integrieren und für euch umsetzen könnt? Haut in die Tasten und lasst mir euche Wünsche einfach in einem Kommentar hier unter diesem Blogpost.

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So erleichtert Minimalismus Mama Alltag

5 Comments

  1. Olga 6. Juli 2018

    Hallo Lilly, ich finde deine Gründe sehr pausibel. Sehr gerne würde ich das auch weiter bei uns umsetzen.(ich hatte leztes Jahr im Sommer mal einen Anflug und habe viel ausgemistet, nur leider wieder total vuel nachgekauft.) Das wäre genial ,wenn du auch den Entstehungsprozess und die viele kleinen und größeren Schritte dazu auf deinen Blog bringst.
    Herzlichst Olga

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    • Lilly // stilles bunt 6. Juli 2018

      Liebe Olga,

      vielen lieben Dank für deinen Kommentar! Freut mich, wenn du dich für das Thema interessierst. Ich werde mal Feedback sammeln und an einem Beitrag arbeiten.

      Ganz lieben Gruß
      Lilly

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  2. Nina 6. Juli 2018

    Bei uns sieht es grundsätzlich aus, wie bei Hempels unterm Sofa…Ich fange jetzt an, von allem nur noch eins (!) zu haben. Ein Durchgelesen, ein Shampoo, eine tolle Backform…..Mal sehen.

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    • Lilly // stilles bunt 7. Juli 2018

      Liebe Nina,

      Ganz genau! Das ist auf jeden Fall ein super Anfang! Aber mach dir nix draus – es sieht doch bei allen ganz oft so aus.

      Lieben Gruß, Lilly

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  3. Natascha 13. Juli 2018

    Hallo!
    Ich finde das Thema ganz toll und bin auch immer mehr dabei einiges auszumisten.
    Ich habe vor kurzem zb die komplette Küche ausgeräumt und gemerkt wie viel Zeug ich in mehrfacher Ausführung habe und nie benutze… selbes beim Kleiderschrank…aber da ist immer noch zu viel drin:)
    Mich würde vor allem interessieren: wohin mit dem ganzen Zeug? Lg natascha

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