CHAOS & ORDNUNG: WARUM IN MEINER BRUST ZWEI HERZEN SCHLAGEN

Lilly-Koslowsky-Ordnung

Pssst! Eigentlich bin ich ja ganz oft total chaotisch! Das glaubst du mir bestimmt nie, wenn ich dir das sage, nicht wahr? Warum Chaos und Ordnung gar kein Widerspruch sein müssen, das erzähle ich dir heute.

Ich bin eigentlich gar nicht so ordentlich!

Ich glaube ja nicht daran, dass man die Menschen grundsätzlich in ordentliche und unordentliche Leute per se einteilen kann. Natürlich haben wir alle unsere Tendenzen, Dinge die uns mehr oder auch weniger liegen. Was aber, wenn ich dir jetzt sage, dass ich im Grunde eigentlich eine kleine Chaotin bin, dass mir NICHT alles perfekt gelingt und es bei Gott bei uns zu Hause NICHT IMMER pipifein wie im Einrichtungsmagazin aussieht? Versteh mich nicht falsch, natürlich liebe ich Ordnung und aufgeräumte Räume, aber es gibt einen ganz entscheidenden Unterschied zwischen etwas zu wollen und etwas zu haben. Doch dazu später mehr. Erstmal zurück zu meiner Behauptung: „Ich bin eigentlich gar nicht so ordentlich!“

Was? Wie jetzt? Lilly, die Organizerin ist nicht ordentlich? Wait I can explain! Menschen, die vom Grundtyp her Perfektionisten oder sehr ordentlich sind, brauchen bestimmt nicht ganz so viel Unterstützung dabei, ihr Zuhause in Ordnung zu halten, aufzuräumen oder zu organisieren. Während ich vom Grundtypus her definitiv die Planerin und Organisiererin bin, so fiel mir die Umsetzung früher oft sehr viel schwerer.

Doch ich brauche das Chaos zum Teil auch tatsächlich für kreative Entstehungsprozesse. Chaos und Kreativität kann man nicht einsperren oder in Systeme zwängen. Aber: Für ich persönlich kann mich einfach wesentlich leichter und entstresster in kreative Prozesse fallen lassen, wenn ich weiß, das rund um mich nicht drölfzig Papierstapel einsortiert werden müssen oder das dreckige Geschirr auf mich wartet.

Was hat mir also geholfen, von Unordnung zu Ordnung zu kommen?

Ganz klare Antwort: gute Systeme! Ohne meine Ordnungssysteme, Listen und Routinen würde es mir wirklich sehr schwer fallen oder gar unmöglich sein, neben Job und Familie zu Hause (und in meinem Kopf) eine gewisse Grundordnung zu halten.

„…das zu behaupten, wäre mal wieder 1:1 diese Instagram Scheinwelt, in der alles heil ist – ein bisschen so wie bei Conni Klawitter nicht wahr?“

Lilly Koslowsky

Meine Tipps für unordentliche Menschen, die sich wünschen ordentlicher zu werden? Vom „etwas Wollen“ zum „etwas Haben“ ist es oft kein so großer Schritt, wenn man erstmal die nötigen Systeme laufen hat. So ein System kann zum Beispiel eine (Familien-)Kommandozentrale sein, wie ich sie hier in diesem Beitrag erklärt habe. Ebenfalls sehr hilfreich kann ein Haushaltsplan sein. Wie wir unseren Haushaltsplan eingeteilt haben und welches System dahintersteckt, damit immer eine gewisse Grundordnung zu Hause herrscht, kannst du in diesem Beitrag nochmal nachlesen.

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Und keine Sorge: Bei uns zu Hause läuft natürlich nicht immer alles wie am Schnürchen – das zu behaupten, wäre mal wieder 1:1 diese Instagram Scheinwelt, in der alles heil ist – ein bisschen so wie bei Conni Klawitter nicht wahr? Nein nein, hier läuft nicht immer alles glatt. So ist das nun mal im echten Leben. ABER: Dadurch dass wir ein paar gute Systeme, Routinen und Gewohnheiten in unser Leben und unseren Alltag gelassen haben, fällt es uns in der Regel immer leichter, Ordnung zu halten.

Statt stundenlangem Aufräumen, ist nun einfach mehr Zeit für andere Dinge. Das allein ist es doch schon wert, der Chaosqueen in dir zuzulächeln, sie anzunehmen und ihr ein paar hilfreiche Orndungs Werkzeuge in die Hand zu geben. Findest du nicht auch?

Wie geht es dir mit dem Thema: Bist du eher Team Chaos oder Ordnung?

1 Kommentar

  • Oh, definitiv Chaotin! Und wenn ich mal versuche, Listen, Pläne und Systeme zu machen, scheitere ich nach ein paar motivierten Malen und es ist alles wie immer.

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